Am Standort „Christoph 15" in Straubing kommt seit 1998 eine Maschine des Typs EC 135 ( D-HJAR ) zum Einsatz. Sie ist das Nachfolgemodell der BO 105.
Das auffallendste Charakteristikum dieses Hubschraubertyps ist der sogenannte Fenestron. Er ersetzt zum Drehmomentausgleich den freiliegenden Heckrotor, bisher die Hauptlärmquelle eines Hubschraubers. Das Konstruktionsprinzip des Fenestrons schafft durch asymmetrisch angeordnete Lamellen eine Lärmreduktion um bis zu 50% gegenüber der BO 105. Dieser niedrige Geräuschpegel hat der Maschine das Attribut „Flüsterhubschrauber" eingebracht und zu einer deutlich gesteigerten Akzeptanz der Luftrettung in der Öffentlichkeit geführt.
Da Rettungshubschrauber regelmäßig nahe an Unfallstellen auf begrenztem Raum landen müssen, stellt der Heckrotor zudem eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar. Das Risiko, Menschen damit zu verletzen oder Hindernisse zu berühren mit der Folge eines Absturzes ist mit dem Fenestron gebannt.
Die leistungsstarken und sparsamen Triebwerke ( Turbomeca Arrius 2B1 ) sind ebenfalls ein Kriterium, welches die EC 135 überlegen macht. Mit Ihren beiden Antriebssystemen von jeweils 750 PS hat dieser Hubschrauber eine Reisegeschwindigkeit von knapp 140 kt ( ca. 255 km/h ).
Für Steillandungen und Steilstarts steht dem Piloten mit den neuen Triebwerken wesentlich mehr Power zur Verfügung als früher. Damit erfüllt die EC 135 die neuen europäischen Vorschriften für Rettungshubschrauber.
Außerdem bietet die Kabine den mitfliegenden Ärzten wesentlich mehr Behandlungsraum. Das Innere der Maschine entspricht in Ihrer medizinischen Ausstattung tatsächlich einer fliegenden Intensivstation. Durch den raumsparenden Einbau der Geräte kann die am Notfallort bzw. der Intensivstation begonnene Behandlung des Patienten an Bord von Christoph 15 nahtlos fortgeführt werden.
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Technische Daten EC 135, Christoph 15, D-HJAR |
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Triebwerke |
576 kg ( 720 ltr.) |

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